3 aktivierende Tools für Online und Offline Sitzungen.

Alles fängt mit einer Flüchtigen Idee an: “Da muss ein Meeting her! Wir wollen eine Entscheidung treffen, müssen uns abstimmen, zusammen etwas neues Lernen oder Informationen in ein Team geben. Ein Meeting, das ist die Lösung!”

Und dann kommt der grosse Tag: Menschen kommen zusammen. Am besten Digital, das ist effizient. Es wird eine Halbe Stunde überzogen. Am Schluss sind alle etwas verunsichert. Und wenn das Meeting ineffektiv war, treffen wir uns einfach zu einem nächsten.

Das sind Sitzungen im Standard-Modus. Und während 17 Berufsjahren habe ich rund 6000 davon abgesessen. Einige waren durchaus grossartig. Z.b. Einstellungsgespräche von wundervollen Mitarbeitenden. Mitarbeitergespräche nach einem bewegenden Geschäftsjahr. Oder energiegeladene Projekt-Brainstormings. Viele Meetings fanden aber auch einfach im Standard-Modus statt: Mit Traktanden, unbeteiligten Teilnehmenden und einseitigem Informationsfluss. Im Standard-Modus aktivieren wir die Kraft des Teams nicht. Wir nutzen nur einen Bruchteil von Fähigkeiten und generieren schlechte Energie, die noch Stunden nach der Sitzung spürbar ist.

Besser geht es mit bewusst gestalteten Meetings. Dafür brauchst du drei Dinge:

  1. Den genaue Rahmen eines Meetings. - Um welches Thema geht es, und was wird bewusst weggelassen?

  2. Ein klares Ziel. - Wie soll sich der Meeting Output im Alltag zeigen.

  3. Ein Tool, das dich und dein Team energiegeladen zum Ziel bringt.

Nachfolgend 3 erfrischende Tools für Online und Offline Meetings, für gängige Meeting Ziele:

Wissen austauschen mit dem Conversation Café

  1. Tischgruppen / Breakout Rooms: Teilnehmende teilen sich in mehrere Gruppen auf und setzen sich z.B an verschiedene Tische.

  2. Themen: An jedem Tisch wird eine anderes fachliches Thema diskutiert. In 3 Runden:

    1. Runde 1: Jede Person nimmt 1 Minute lang Stellung.

    2. Runde 2: Jede Person erzählt 1 Minute, wie er/sie sich nach dem Gesagten fühlt und teilt Gedanken.

    3. Runde: Offene Diskussion (z.B. 20 Minuten)

    4. Runde: Jede person erzählt wieder 1 Minute, was er/sie aus der Runde mitnimmt.

  3. Erweiterung - Rotation für mehrere Themen. Es können mehrere Tische mit verschiedenen Themen definiert werden. In diesem Fall macht ein/eine Moderator/in pro Tisch und eine abschliessende Präsentationsrunde der Moderatoren sinn.

  4. Erweiterung - Expertenwissen. Pro Tisch kann zusätzlich Expertenwissen geteilt werden. Durch eine Person, die in die Thematik einführt. Eine kurze Präsentation hält. Und dann in den 4 Runden Feedback aufnimmt.

Gemeinsam ausrichten - 1-2-4 All

  1. Individuelle Arbeit am Thema: Jede:r Teilnehmer:in denkt für sich allein über eine Frage oder ein Problem nach und notiert eigene Ideen und Gedanken.

  2. 2-er Gruppen: Die Teilnehmer teilen ihre Gedanken mit einem Partner und diskutieren gemeinsam, um die Ideen weiter zu entwickeln und zu verfeinern.

  3. 4-er Gruppen: Zwei Paare kommen zusammen und teilen ihre Ergebnisse. In dieser größeren Gruppe werden die Ideen weiter zusammengeführt und verbessert.

  4. Alle zusammen: Die gesammelten Ideen aus den Vierergruppen werden der gesamten Gruppe präsentiert. Diese Phase dient der Diskussion und weiteren Entwicklung der Ideen mit dem Ziel, Konsens zu erreichen oder die besten Lösungen auszuwählen.

Die Technik kann auch abgekürzt werden. z.B. in kleineren Gruppen nur mit Schritt 1 und 2. Indem jede Person zuerst selbst über die Fragestellung nachdenken kann und dann in der Gruppe präsentiert, können alle gleichmässig das Wort ergreifen und Inputs geben.

Entscheiden - Dot Voting

Diese Technik eignet sich besonders für Teams und klare Fragestellungen.

  1. Ideen sammeln: Einzelne Teilnehmende können Ideen vorbringen. Diese können auch mit einer der oben beschriebenen Methoden generiert werden. Die Ideen werden z.B. auf Flipcharts notiert.

  2. Abstimmen: Jeder Teilnehmende verteilt eine begrenzte Anzahl von Punkten (z. B. Klebepunkte) auf die Ideen, die sie am besten finden.

  3. Auswerten: Die Ideen mit den meisten Punkten werden weiterverfolgt.

Diese 3 Techniken weichen bewusst von Standard Meetings ab. Die Gruppendynamik wird nicht dem Zufall überlassen. Sondern bewusst so gesteuert, dass ein Output ermöglicht wird und alle in der Gruppe aktiv mitarbeiten.

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3 Tipps für effektive und effiziente Meetings.

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Sitzungen abseits vom Standard-Modus